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48161 Nienberge

Die bekannteste Ex-Einwohnerin von Nienberge ist die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, deren Portrait früher den Zwanzigmarkschein zierte, was die Münsteraner mächtig stolz machte. Tja, blöder Euro...


Die sensible und etwas versponnene Dichterin mit dem Faible für »Spökenkiekerei« (heute heißt das Esoterik) wohnte im Haus Rüschhaus, wo sie ihrem Tagebuch klagte, zu früh geboren zu sein. Ob die Welt hundert Jahre später besser war?



Nördlich von Nienberge liegt Vorbergs Hügel, für Münsterländer Topographie schon fast ein Gebirge. Die idyllische Botanik steht teilweise unter Naturschutz. Unweit davon, am Donnerbusch, ist Münsters einziger amtlicher Rodelberg - Geheimtipp für alle Wintersportler im Grundschulalter.


Hinter Vorbergs Hügel liegt Häger: Eine kleiner Sprengsel, dessen Einwohner aber auf ihre kulturelle Identität pochen. Immerhin besitzt Häger einen eigenen Bahnanschluss!


Verkehrstechnisch ist Nienberge mit der Autobahn, der B54 und der Bahnlinie Münster-Gronau bestens erschlossen - was Fluch und Segen zugleich ist.

Hinter Häger grenzt Münster an den Kreis Steinfurt. Die dreihundert Einwohner der Mini-Gemeinde Hansell fahren schon Autos mit ST-Kennzeichen. Da haben die Einwohner von Häger nochmal Glück...


In Nienberge gibt es auch interessante Unternehmen, z.B. den kultigen Agrar- und Handwerks-Großhändler Kortenbrede. Hier findet der Westfale alles, was er braucht: Vom »Güllefasspendelverteiler« bis zum schicken Cordhut.

Ursprünglich bestand Nienberge nur aus ein paar großen Bauernhöfen. Hoffentlich nicht irgendwann nur noch aus Möbelhäusern...


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