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48151 Aaseestadt
Solange der Aasee nur bis zur Torminbrücke ging, war dahinter tote Hose. Als der Aasee in den 1970ern bis zum neuen Zoo erweitert wurde, war das eine enorme Aufwertung des anliegenden Bezirkes (und ein Traum für Makler). Das dachten sich auch die Stadtplaner und entwarfen ein futuristisches Zentrum: den Aaseemarkt. Später zog dort vorübergehend eine islamistische Terrorzelle ein...

Ein Gedicht in Beton bekamen auch Münsters Studis: das Wohnheim »Boeselburg«. Dessen Appartment-Nasszellen waren ursprünglich für das olympische Dorf der Spiele von München designt worden und galten als topmodern - vor über 30 Jahren...

Die Nazis hatten mit dem Stadtteil ganz andere Pläne: Hier sollte ein monumentales »Gau-Forum« entstehen, als Steinkulisse für Aufmärsche und Paraden für rund hunderttausend »Volksgenossen«. Stattdessen plätschern hier heute die Wellen des Aasees und ziehen höchstens Aufmärsche von Spaziergängern an. Oder Wassersportler wie am Segelclub Hansa:

Irgendwie passend, dass viele Straßen des Viertels nach Hitlerattentätern benannt wurden, z.B. Stauffenberg (Nein, liebe Kinder: Eine Tom-Cruise-Straße gibt‘s hier nicht...).

An der Weseler Straße war früher das legendäre Ur-Jovel von Steffi Stephan. Wo heute Läden und Arztpraxen sind, wurde damals gerockt. 1984 erlebte Münster an dieser Stelle nach einem Konzert den einzigen Straßenkrawall zwischen Punks und Polizei. Das professionelle Management solcher Konflikte büffeln Polizisten heute im Fortbildungszentrum der Polizei an der Auffahrt Münster-Süd.

Das Glück wohnt übrigens auch in der Aaseestadt: In der Lottozentrale an der Weseler Straße...

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Aaseemarkt
Aaseemarkt
Wohnheim Boeselburg
Wohnheim Boeselburg
Segelclub Hansa
Segelclub Hansa
Der alte Krug
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