Die Päpstin

(nat) Es gibt Geschichten, die erfunden werden müssen, wenn sie nicht in der Realität geschehen sind. Die Päpstin gehört zweifelsfrei dazu. Nach dem Erfolgsroman von Donna Cross folgt nun der Film des nicht weniger erfolgreichen Regisseurs Sönke Wortmann.
Er inszeniert das Leben der Johanna von Ingelheim (Johanna Wokalek) von ihrer Geburt 814 nach Christi an in pompösen 148 Minuten, die durchaus unterhalten. Das Mädchen Johanna (sehr gut gecastet: Lotte Falck) wächst in einfachen Verhältnissen unter einem tyrannischen Vater auf. Der Priester verbietet seiner Tochter lesen und schreiben zu lernen, da dies als widernatürlich gilt.
Doch mit außerordentlichem Scharfsinn und Wissensdurst vermag das Mädchen alle Grenzen zu überwinden, die damals für das weibliche Geschlecht gelten. In einer barbarischen Zeit schafft sie es beherzt gegen den Willen der Gesellschaft an eine Klosterschule, später ins Benediktinerkloster und nach Rom - als Mann verkleidet. Die Überzeugung, dass Gott dies für sie vorgesehen hat, hilft ihr dabei.
Überzeugendes, kraftvolles Kino.
148 Minuten
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