[Aktueller Beitrag der KW 08 vom
24.02.2010]
Ohrenschmauch
SUNDRUP/ CY COLEMAN:THE BEST IS YET TO COME/ PHYSICS/ SUNDAY IN BED 3/ BAJKA/ CAPPUCCINO GRAND CAFÉ LOUNGE 4
Zack! Raus aus jeden Tag Karneval, rein in jeden Tag Olympiade. Wenn Frau im ersten, lebensgefährlichen Versuch nur (!!!) 8. wird, dann muss sie im nächsten wenigstens gewinnen, um nicht das Gesicht zu verlieren. Respekt für ihre Aussage, lieber gesund bleiben zu wollen, als unbedingt auf dem Treppchen zu stehen.Auch das Leben als Musik schaffender hat nicht nur Sonnenseiten. Davon berichtet mein zukünftiger Nachbar auf seinem 1., in Eigenregie veröffentlichten CD Werk. SUNDRUP’s „Verliebt in das alles“. In 18 sehr vielseitig instrumentierten, manchmal mehr, manchmal weniger romantischen Liedern zeichnet er ein Bild seines bisherigen Lebens; lässt Vorbilder und Inspirationsquellen durchscheinen und findet dabei seinen eigenen Weg. Texte und Stimme erinnern etwas an den frühen bis mittleren WESTERNHAGEN, bevor dieser versuchte ein Künstler zu sein, musikalisch bewegt er sich eher in der breiten Spur von ELEMENT OF CRIME. Ein kleines Kompliment auch an Studio - und Musikerkollegen. Die Produktion kann sicher nicht als unbedingt audiophil bezeichnet werden, dafür ist der Sound sehr angenehm rund und authentisch. Hört m/f wohl nicht im Netz, dafür aber bei den Kellerkindern! Wenn ich schon mal bei schönen Liedern bin: Gerade ist ein Sanpler erschienen mit dem Titel „CY COLEMAN: THE BEST IST YET TO COME“. Der Name muss nicht bei allen klingeln, aber der hat so illustre Interpreten (-innen!) entdeckt gefördert und produziert, wie z.B. FIONA APPLE. Also eher Filigranes für sensible Seelen. Mehr dazu, wenn ich sie gehört habe. |
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Das nächste Produkt, PHYSICS „Life in Cycles“ ist durch
einen Verwechsler in meiner CD Mühle gelandet. Ich erwartet die
PHYSICS, dieses, sagen wir mal, Chill - House Projekt, das regelmäßig
auf den besseren Samplern dieses Genres auftaucht. Es gibt aber einen
Soundbastler (GLENN GRIP), der ebenfalls unter diesem Namen arbeitet.
Wie es der Zufall will, fiel mir damit eine der definitive besseren
Drum’n’Bass Scheiben der letzten Monate in die Finger. Für die Freunde
dieses treibenden, pumpenden Beats ein echter Leckerbissen. In der Zwischenzeit ist bereits die 3. Folge von „SUNDAY IN BED“ erschienen. Auch in diesem Fall würde ich das Motto mit einem anderen Cover Photo umsetzen (es lebe das Geschmacksdiktat!), aber die Musik dieser Doppel CD ist wieder so perfekt ausgesucht, dass mich die Optik nicht aus der Ruhe bringen kann. Von BENT zu MONTE LA RUE, von LES BAXTER zu MAYER HAWTHORNE. Wer das zusammenstellt, kann eigentlich nie schlafen, sonst schafft er oder sie das Pensum nicht. Jedenfalls kann m/f sich dieses Werk nicht an einem Sonntag im Bett leid hören! Natürlich sind auch wieder TAPE FIVE dabei. Das aber nur zur Überleitung. Gleichzeig mit deren aktuellem Album „Tonight Josephine“ (Tipp!) kam beim gleichen Label BAJKA’s „In Wonderland“ auf den Markt. Sängerin mit eher herber Stimme mit Band, die ihre Lehrjahre ganz sicher auf der Jazzschiene absolviert hat. Groovy und funky bis in die Haarspitzen, aber (vom 2. Piano abgesehen) voll akustisch. Mit außergewöhnlich fett klingendem und auffällig gespieltem Kontrabass. So untermalt und umspielt ihr Trio plus gelegentlicher Gäste ihre fantastischen bis surrealen Geschichten. Was die „neuen Stimmen des Jazz“ angeht, braucht und kann m/f sie auch mit niemandem, die in den letzten 10 Jahren an die Oberfläche gespült wurde vergleichen. Eher mit URSULA RUCKER auf deren 1. Album. Ab in die Kiste „Tops dieses Jahres“! Auch wenn vielen die „Kneipen“ Sampler (CAFE DEL MAR, HOTEL COSTES etc.) nicht mehr so spannend scheinen, füge ich noch einen hinzu: Das „CAPPUCCINO GRAND CAFE LOUNGE“. Café - Kette in Spanien (Mallorca), legt seine 4. CD vor. In seinem 4. Anlauf verzichtet DJ PEPE LINK fast ganz auf Tracks mit elektronischem Background. Schöne Stimmen und eher sparsamer, meist akustischer Background und einfach exzellent ausgesuchte Songs und Adaptionen. RADIOHEAD’s „Creep“ als swingender Blues ist schon ein 2. Hören wert. Oder „There`s a Light that never goes out“ von SPEEDSTAR. Da sehe ich mich vor dem Café am Drubbel, draußen in der Sonne meine Schneepression vertreiben. Seit JULIE LONDON‘s „Julie is her Name“ wissen doch die meisten von uns: Zu einem guten Song braucht es eigentlich nur eine emotionale Stimme und eine inspiriert begleitende Gitarre. „Hallelujah“. Na Dann. Tschüß! i.m.trend@muenster.de [zurück zum Archiv] |
Local Lad verdient Beachtung
Sicher in meinen Tops des Jahres
Perfekte leise Tˆne!
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Zack! Raus aus jeden Tag Karneval, rein in jeden Tag Olympiade. Wenn Frau im ersten, lebensgefährlichen Versuch nur (!!!) 8. wird, dann muss sie im nächsten wenigstens gewinnen, um nicht das Gesicht zu verlieren. Respekt für ihre Aussage, lieber gesund bleiben zu wollen, als unbedingt auf dem Treppchen zu stehen.